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Calvin
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Besonderer Dank gilt Philipp Sanne für seine Kooperation!
Mit erfolgter Musterung und Zustellung des Einzugsbescheids hat sich der Rekrut zum ersten Werktag des ersten Dienstmonats, in Ausnahmefällen (direkt folgender Feiertag oder Wochenende) auch einige Tage später, in seiner neuen Dienststelle einzufinden. Dort werden zunächst bürokratische Hürden bewältigt, u.a. Unterlagen zu persönlichen Angaben, Bankverbindung, vorhandene Fahrerlaubnis etc. Der Soldat wird einem Zug zugeordnet und bekommt eine Stube zugeteilt. Zusätzlich erhält er eine Abfassung verschiedener Gesetze (Grundgesetz, Soldatengesetz, Wehrpflichtgesetz u.ä.), Bettwäsche, Kleiderbügel und ein Schloss für seinen Spind, sofern er kein eigenes besitzt. Ihm wird ein erster Dienstgrad zugeteilt, der je nach Truppengattung und Vorbildung verschieden ist.
In der ersten Woche lernt der Rekrut erste Grundsätze des soldatischen Alltags, so z.B. das korrekte Antreten und Marschieren (Formaldienst), die verschiedenen Dienstgrade oder das richtige Melden an einen Vorgesetzten, z.B. beim Betreten der Stube. Der Soldat wird ärztlich gründlich, und erneut auf Wehrtauglichkeit geprüft, und natürlich wird er eingekleidet. Je nachdem, ob der eigene Standort eine Bekleidungskammer besitzt, müssen dafür teilweise weite Wege in Kauf genommen werden. Weiterhin erhält der Rekrut seinen Truppenausweis und seine Erkennungsmarke. Geprägt ist die erste Woche, wie auch die kommenden, von viel theoretischem Unterricht im Unterrichtsraum (U-Raum), u.a. über Geländekunde, Waffenkunde, rechtliche Belange oder finanzielle Angelegenheiten.
Da es vorkommen kann, dass der Soldat die ersten Wochenenden im Dienst ist, wird dort gegebenenfalls ebenso Ausbildung durchgeführt. Höhepunkt des ersten Monats bildet der Grüntag oder Geländetag, wo der Soldat das erste Mal in Kampfausrüstung auf einem Standortübungsplatz geht und lernt, sich im Gelände zu bewegen, ein Zweimannzelt zu errichten oder den Platz der Gruppe anzulegen. Am Abend kehrt er dann in die Kaserne zurück.
Manche Ausbildungswochen stehen unter einem bestimmten Schwerpunkt, so z.B. eine Wachausbildung, in der der Soldat über seine Befugnisse als Wach- und Sicherungssoldat unterrichtet wird und lernt, Fahrzeuge und Personen anzuhalten, zu überprüfen und ggf. festzuhalten oder gar, in welcher Situation er einen gezielten Schuss abgeben darf. Ein anderer Schwerpunkt ist die Ausbildung zum Helfer im Sanitätsdienst, im Grunde eine Ausbildung der Ersten Hilfe unter Kriegsbedingungen, d.h. er lernt auch, mit Schussverletzungen umzugehen oder Brüche zu schienen. Eine andere Woche geht er nur auf die Standortschießanlage (StoSA) und lernt das Schießen mit verschiedensten Handwasffen der Bundeswehr. Nicht wenige Rekruten erhalten dabei ihre erste Auszeichnung, die deutsche Schützenschnur.
Neben Ausbildungen in der Kaserne selbst wird der Rekrut mehrmals mehrere Tage im Gelände verbringen, so genannte Biwaks, die dazu dienen, den Soldaten das Verhalten als Soldat im Gelände näherzubringen. Dazu gehört das Anlegen von Alarmposten und Stellungen, der Kampf im bewaldeten Gelände, Karten- und Kompassausbildung, die Tätigkeiten als Meldesoldat, das Verhalten bei Nacht und vieles anderes. In Verbindung zu diesen Biwaks werden erste längere Märsche durchgeführt, die sich durchaus bis zu zwanzig Kilometer erstrecken können. Seltener werden in der AGA auch Orientierungsmärsche durchgeführt, bei denen der Soldat auf sich allein gestellt den Weg zu bestimmten Punkten finden muss.
Natürlich steht auch Sport auf dem Dienstplan des Soldaten. Der Physical Fitness Test (PFT), der zu Beginn und Ende der AGA durchgeführt wird, soll dem Soldaten zeigen, wie sich die Ausbildung auf seine allgemeine Fitness auswirkt. Neben dem obligatorischem Lauftraining können je nach Möglichkeit auch Kraftsport oder Ballsportarten durchgeführt werden. Außerdem geht es mindestens einmal über die Hindernisbahn, wo vor allem die Eskalatierwand immer wieder zum Stolperstein für die Rekruten wird.
Einer der Höhepunkte der Grundausbildung ist das feierliche Gelöbnis, das entweder in der Kaserne selbst oder auch in der Öffentlichkeit stattfinden kann, wie auf Marktplätzen oder größeren Freiflächen. Dabei ist oftmals die ganze Familie anwesend und dem Rekruten ist es gestattet, den Tag mit ihr zu verbringen. Außerdem trägt der Soldat zu dieser Veranstaltung den Dienstanzug, den ein Grundwehrdienstleistender wohl zu kaum einer anderen Gelegenheit tragen wird. Auf das Gelöbnis bereitet der Formaldienst vor, wo das korrekte Marschieren im Gleichschritt exerziert wird und der Verlauf des Gelöbnisses mehrmals geprobt wird. Trotz dieser Vorbereitung gibt es immer wieder Rekruten, die vor allem an heißen Tagen dem langen Stillstehen nicht gewachsen sind.
Es gibt die Möglichkeit, das Gelöbnis zu verweigern, jedoch zieht dies natürlich Konsequenzen nach sich. Neben der zu erwartenden Ächtung im Kameradenkreis wird der Soldat während seiner gesamten Dienstzeit niemals befördert werden. Außerdem muss er davon ausgehen, dass sensible Aufgaben eher an andere Soldaten vergeben werden als an ihn.
Den Abschluss der Allgemeinen Grundausbildung bildet die Rekrutenbesichtigung, die je nach den Festlegungen des Kompaniechefs unterschiedlich ausfallen kann. Meist verlegt er die Kompanie für mehrere Tage ins Gelände, wo der Rekrut alle gelernten Fähigkeiten letztlich unter Beweis stellen muss. Angefangen beim Aufbau des Platzes der Gruppe über verschiedenste Aufgaben, z.B. das Behandlen eines verletzten Kameraden, muss er korrektes soldatisches Verhalten beweisen. Oftmals werden auch kleine Kampfhandlungen geführt, z. B. das Überfallen von Fahrzeugen oder feindlichen Gruppen, auch Meldebahnen sind sehr beliebt. Tatsächlich hat die Rekrutenbesichtigung für gewöhnlich keine Auswirkung darauf, ob man die AGA besteht oder nicht.
Quellenangabe: de.wikipedia.org
Aufgaben:
- Militärischer Ordnungsdienst
Der Militärische Ordnungsdienst soll die Vorgesetzten beim Überwachen, Aufrechterhalten und Wiederherstellen der Disziplin und soldatischen Ordnung unterstützen. Die Feldjäger verstehen sich ebenso als zentrale Ansprechstelle für alle Soldaten, die Hilfe benötigen. Darunter fallen folgende Aufgaben: Feldjägerstreifendienst, Einsatz bei Großveranstaltungen mit militärischer Beteiligung, Kontrollen in militärischen Liegenschaften, Unterstützen der Wehrdienstgerichte und sonstiger Justizorgane, Mitwirken beim Sammeln und Rückführen von Versprengten und von in Gewahrsam genommenen Personen, Mitwirken beim Sammeln und Transport von Kriegsgefangenen.
In multinationalen militärischen Einsätzen wird auf der sg. „Arbeitsebene“ (d. h. unterhalb der Kommandoebene) traditionell der erste Kontakt zwischen Einheiten verschiedener Nationen über deren jeweilige Militärpolizeien hergestellt; diese Erfahrung hat auch die Feldjägertruppe in ihren verschiedenen Auslandseinsätzen gemacht. Wenngleich in dieser Form im „ständigen Auftrag“ nicht festgeschrieben, zählt diese Rolle wohl zum Aufgabenbereich Ordnungsdienst.
Fallschirmjäger sind die Soldaten, die zu einer Fallschirmjäger-Einheit gehören. Diese gehören zum „Truppengattungsverbund“ der Infanterie. Ihre Mitglieder haben neben der regulären infanteristischen Ausbildung spezielle militärische Zusatzausbildungen genossen, mit der sie Einsatzorte als Luftlandetruppe, d. h. durch das Absetzen aus Hubschraubern oder durch einen Fallschirmsprung erreichen können. Ebenso gehört eine umfangreiche Waffen- und Schießausbildung, sowie Sonderlehrgänge unter verschiedenen klimatischen und einsatznahen Bedingungen mit zum Ausbildungsprogramm. Ein großer Anteil der Fallschirmjäger durchläuft z. B. Einzelkämpfer- und Häuserkampflehrgänge, um ein möglichst breites Einsatzspektrum bewältigen zu können. Traditionsgemäß gibt es enge Kooperationen, bis hin zum personellen Austausch mit Fallschirmjägereinheiten anderer Natoländer, was zu einem vergleichsweise hohen Ausbildungniveau beiträgt. In der Regel durchlaufen deutsche Fallschirmjäger auch die Sprungausbildung anderer Armeen und werden an den jeweiligen Waffen der Bündnispartner ausgebildet.
Eine spezielle taktische Herausforderung für den Fallschirmjägereinsatz stellt die natürliche Grenze der Tragefähigkeit eines Menschen dar, da die gesamte Ausrüstung für den Einsatz durch die Soldaten nach der Landung „am Mann“ bewegt werden muss. Dabei wird nicht selten Ausrüstung getragen, die das eigene Körpergewicht des Soldaten übersteigt.
Nach Verbringung an den Einsatzort (ggf. durch eine Luftlandung) oder durch unterschiedliche Formen des Eindringens (Infiltration) in das gegnerische Gebiet kämpfen die Fallschirmjäger grundsätzlich wie „normale“ Infanteristen, jedoch auch bei Kommando-Operationen nach Guerillataktik (Nadelstichoperationen). Bedingt durch den Mangel an Nachschub und Ersatz sind sie im Falle einer Brückenkopfbildung allerdings besonderen physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt und bedürfen nach wenigen Tagen des Entsatzes durch andere Truppen. Somit sind Fallschirmjäger im gegnerischen Raum auf sich allein gestellt. Aus diesem Grund stellt besonders der Kampf in der Tiefe, also hinter den feindlichen Linien, einen Ausbildungsschwerpunkt dar. In der Regel werden solche Einsätze in Gruppenstärke von 8 bis 12 Mann durchgeführt, die weitgehend eigenständig und auftragsorientiert operieren. Jeder Soldat hat innerhalb dieser Gruppe eine spezielle, ihm zugeordnete Aufgabe und/ oder Bewaffnung.
Abhängig von der militärischen Nutzbarkeit können Fallschirmjägereinheiten auch ohne Absprung zum Einsatz gebracht werden. Aufgrund ihrer meist leichten Ausrüstung sind sie als Luftlandetruppen qualifiziert und stellen oft einen großen Anteil innerhalb dieser Truppen. Durch ihre speziellen Fähigkeiten können Fallschirmjäger auch nicht-springende Spezialisten, wie z. B. einen Feld-Chirurgen durch Tandemsprung schnell ins Einsatzgebiet bringen.