Thursday, October 19, 2006

Fallschirmjäger Info


Fallschirmjäger sind die Soldaten, die zu einer Fallschirmjäger-Einheit gehören. Diese gehören zum „Truppengattungsverbund“ der Infanterie. Ihre Mitglieder haben neben der regulären infanteristischen Ausbildung spezielle militärische Zusatzausbildungen genossen, mit der sie Einsatzorte als Luftlandetruppe, d. h. durch das Absetzen aus Hubschraubern oder durch einen Fallschirmsprung erreichen können. Ebenso gehört eine umfangreiche Waffen- und Schießausbildung, sowie Sonderlehrgänge unter verschiedenen klimatischen und einsatznahen Bedingungen mit zum Ausbildungsprogramm. Ein großer Anteil der Fallschirmjäger durchläuft z. B. Einzelkämpfer- und Häuserkampflehrgänge, um ein möglichst breites Einsatzspektrum bewältigen zu können. Traditionsgemäß gibt es enge Kooperationen, bis hin zum personellen Austausch mit Fallschirmjägereinheiten anderer Natoländer, was zu einem vergleichsweise hohen Ausbildungniveau beiträgt. In der Regel durchlaufen deutsche Fallschirmjäger auch die Sprungausbildung anderer Armeen und werden an den jeweiligen Waffen der Bündnispartner ausgebildet.

Eine spezielle taktische Herausforderung für den Fallschirmjägereinsatz stellt die natürliche Grenze der Tragefähigkeit eines Menschen dar, da die gesamte Ausrüstung für den Einsatz durch die Soldaten nach der Landung „am Mann“ bewegt werden muss. Dabei wird nicht selten Ausrüstung getragen, die das eigene Körpergewicht des Soldaten übersteigt.

Nach Verbringung an den Einsatzort (ggf. durch eine Luftlandung) oder durch unterschiedliche Formen des Eindringens (Infiltration) in das gegnerische Gebiet kämpfen die Fallschirmjäger grundsätzlich wie „normale“ Infanteristen, jedoch auch bei Kommando-Operationen nach Guerillataktik (Nadelstichoperationen). Bedingt durch den Mangel an Nachschub und Ersatz sind sie im Falle einer Brückenkopfbildung allerdings besonderen physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt und bedürfen nach wenigen Tagen des Entsatzes durch andere Truppen. Somit sind Fallschirmjäger im gegnerischen Raum auf sich allein gestellt. Aus diesem Grund stellt besonders der Kampf in der Tiefe, also hinter den feindlichen Linien, einen Ausbildungsschwerpunkt dar. In der Regel werden solche Einsätze in Gruppenstärke von 8 bis 12 Mann durchgeführt, die weitgehend eigenständig und auftragsorientiert operieren. Jeder Soldat hat innerhalb dieser Gruppe eine spezielle, ihm zugeordnete Aufgabe und/ oder Bewaffnung.

Abhängig von der militärischen Nutzbarkeit können Fallschirmjägereinheiten auch ohne Absprung zum Einsatz gebracht werden. Aufgrund ihrer meist leichten Ausrüstung sind sie als Luftlandetruppen qualifiziert und stellen oft einen großen Anteil innerhalb dieser Truppen. Durch ihre speziellen Fähigkeiten können Fallschirmjäger auch nicht-springende Spezialisten, wie z. B. einen Feld-Chirurgen durch Tandemsprung schnell ins Einsatzgebiet bringen.


Quellenangabe: de.wikipedia.org

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